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Haus & Grund Report 3/2008
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Haus & Grund Deutschland Geschäftsbericht 2007/2008

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Haus & Grund informiert

Flugblätter von Haus & Grund Deutschland

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Verband des Jahres 2005
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Haus & Grund hat den Innovation Award „Verband des Jahres 2005“ der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) erhalten.


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Presse   Haus & Grund Report   Report 3/2008  

 Mietnomaden - Vermieter stehen im Regen

Viele Gerichte ließen in der Vergangenheit die Zwangsräumung auch gegen Untermieter zu, die nicht im Titel oder der Vollstreckungsklausel genannt wurden. Diese Praxis galt für Fälle, in denen die Untermiete offensichtlich rechtsmissbräuchlich fingiert wurde, um die Zwangsräumung zu verhindern. Der Bundesgerichtshof hat dieser Rechtspraxis nun einen Riegel vorgeschoben. Die Bundesregierung sieht keinen Handlungsbedarf.

 

Um den Einmietbetrug möglichst lange durchführen zu können, greifen Mietnomaden immer häufiger zu einem Trick: Laut Gesetz darf die Zwangsräumung nur gegen die Personen durchgeführt werden, die im Räumungsurteil oder in der Vollstreckungsklausel namentlich genannt werden. Um die Zwangsräumung zu verhindern, muss dem Gerichtsvollzieher bei dem Räumungstermin nur ein „Untermieter“ präsentiert werden, der angeblich ein Recht zum Besitz an der Wohnung hat und der nicht namentlich im Urteil oder der Klausel genannt ist. Der Gerichtsvollzieher gleicht die im Urteil und in der Klausel aufgeführten Namen mit dem des vorgefundenen Mieters ab. Liegt keine Übereinstimmung vor, findet keine Zwangsräumung statt. Für einen erneuten Räumungsversuch muss auch gegen den neuen „Untermieter“ ein Räumungsurteil erwirkt werden. Wenn bei dem erneuten Räumungstermin dann ein vollkommen anderer „Untermieter“ präsentiert wird, findet wiederum keine Räumung statt.

 Mietnomaden

Kein Einzelfall: Hinterlassenschaft eines Mietnomaden

 

Dieses Hin und Her kann unbegrenzt weiter fortgeführt werden. Innerhalb kurzer Zeit erreichen die entgangenen Mieteinnahmen Summen, die die wirtschaftliche Existenz des Vermieters bedrohen. Der Vermieter wird trotz des von ihm beschrittenen Rechtswegs praktisch enteignet. Er kann seine Immobilie weder nutzen noch vermieten. Wie die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion mitteilte, sehe sie keinen Handlungsbedarf, obwohl ihr „die für den einzelnen Vermieter unter Umständen erhebliche Belastung“ bewusst sei. Ebenso lehnte es Bundesjustizministerin Brigitte Zypries auf Anfrage von Haus & Grund ab, auf diese Form des Einmietbetrugs mit einer gesetzgeberischen Initiative zu antworten.

 

Abhilfe schüfe eine Änderung der Zivilprozessordnung (ZPO). Sie müsste erlauben, Untermieter aus der Wohnung zu verweisen, die ohne Genehmigung oder Kenntnis des Vermieters in dessen Wohnung wohnen, auch ohne dass ihr Name im Urteil oder in der Klausel steht. Rechtlos stünde ein solcher Untermieter trotzdem nicht da. Die ZPO lässt zu, dass er sich an dem Räumungsverfahren zwischen Vermieter und Hauptmieter beteiligt.

 

Auf ein Wort

 

Auf den Friedhof

Die umfassende Begünstigung landwirtschaftlicher Vermögen durch die Erbschaftsteuerreform ist nach Auffassung der Bundesregierung ein „zielgenaues“ Instrument für den Umweltschutz. Wir hören Nord- und Ostsee förmlich aufatmen. Mit dieser Begründung bleibt auch in Zukunft der hohe Nitratgehalt des Wassers durch überdüngte Felder garantiert.

Auch die europäische Arbeitsmarktpolitik erhält mit der Reform neuen Schub. Betriebserben freuen sich auf einen Verschonungsabschlag von 85 oder mehr Prozent auch dann, wenn sie sich mit dem Betrieb ins EU-Ausland verabschieden. Für private Kleinvermieter, die mit ihren Investitionen in den Wohnungsbestand jährlich hunderttausende Arbeitsplätze in Deutschland sichern, bleibt da nur noch ein Erbschaftsteuerabschlag von 10 Prozent übrig. Es ist halt noch niemandem gelungen, mit seiner Immobilie nach Österreich auszuwandern.

Ehe und Familie stehen nach Artikel 6 des Grundgesetzes unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung. Die teils drastische Anhebung des Erbschaftsteuersatzes für Geschwister, Nichten und Neffen interpretiert dieses Grundrecht auf ganz neue Weise. Vielleicht gründen die durch die Erbschaftsteuerreform Beladenen und Geschlagenen eine Partei. Zuwendungen an politische Parteien bleiben auch nach dem neuen Erbschaftsteuergesetz steuerfrei.

Das Bundesverfassungsgericht hat 2006 eine sach- und gleichheitsgerechte Reform der Erbschaftsteuer verlangt. Der Erbschaftsteuertorso der Koalition erfüllt diesen Anspruch nicht. Der Friedhof verfassungswidriger Steuergesetze freut sich auf einen neuen Kandidaten.

Andreas Stücke 

Lesen Sie weiter in der aktuellen Ausgabe:
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PDF Haus & Grund Report 3/2008 (649,45 KB)
Mittwoch, 07.01.2009
Report 3/2008
In dieser Ausgabe:
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NEUE ERBSCHAFTSTEUER
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IMMOBILIENPREISE

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HEIZKOSTEN
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Kurz notiert:
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Deutschland kann sich nicht selbst mit Energie versorgen

Deutschland musste im Jahr 2006 netto 61 Prozent seines Energiebedarfs durch Importe decken. Wie das statistische Amt der EU, Eurostat, mitteilte, liegt Deutschland damit sieben Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt. Die Extreme bilden einerseits Zypern und Malta, die ihren gesamten Energiebedarf mit Importen decken müssen, und andererseits Dänemark, das Nettoexporteur von Energie ist.

 

Europa wird älter

Die aktuelle Bevölkerungs-projektion von Eurostat kommt zu dem Ergebnis, dass der Anteil der älteren Menschen (65 Jahre und älter) von 17,1 Prozent im Jahr 2008 auf 30,0 Prozent im Jahr 2060 steigen wird. Der Anteil der Menschen, die 80 Jahre und älter sind, wird im gleichen Zeitraum von 4,4 Prozent auf 12,1 Prozent steigen. Die Zahl der in der EU leben den Menschen wird laut Eurostat von heute 495 Millionen Menschen bis 2035 auf 521 Millionen ansteigen und danach bis 2060 auf 506 Millionen zurückgehen.

 

Produktion von Bio-Energie legt deutlich zu

Zwischen 2005 und 2007 ist die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien um fast zehn Prozent gestiegen, wobei die Wasserkraft mit 15 Prozent an der gesamten globalen Stromerzeugung den größten Anteil hat. Die Produktion von Ethanol erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 40 Prozent und die von Biodiesel um 100 Prozent. Diese Zahlen gab die Organisation REN21 bekannt.

 

Energiebedarf je Wohnfläche rückläufig

Die Energieintensität, d. h. der Energiebedarf je Wohnfläche, ist im Zeitraum 1995 bis 2006 um 14,4 Prozent zurückgegangen. Hier wirken sich sowohl gebäude- und heizungstechnische Verbesserungen als auch Verhaltensänderungen der Haushalte aus, z. B. Einsparungen durch Absenkung der Raum-temperaturen. Dies gab das Statistische Bundesamt bekannt.

Vorherige Ausgaben:
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PDF Haus & Grund Report 2/2008
(605,92 KB)
PDF Haus & Grund Report 1/2008
(976,32 KB)
PDF Haus & Grund Report 3/2007
(605,23 KB)